01.07.2015
Kategorie: Startseite, Bigband, Presseschau
Von: M.Rinder | eingestellt v. M. Uhl

7. Bläsertreff


Artikel erschienen in der Westricher Rundschau am 1.7.2015

 

Glänzendes Blech und viel Talent

 

Musikschulschüler und Gymnasiasten bieten dreistündigen Hörgenuss in der Fritz-Wunderlich-Halle

Von Martin Rinder

 

Spielen die Ensembles, Chöre und Bands des Kuseler Gymnasiums, der Musikschule Plus und der Musikschule Kuseler Musikantenland, ist den Gästen vielfältige und hochkarätige Unterhaltung sicher. Am Sonntagabend war es wieder soweit. Etwa 150 Jugendliche beeindruckten in drei kurzweiligen Stunden ihre Gäste, die gespannt und bewegt zuhörten.

Die glänzenden Instrumente auf und vor der Bühne in der Fritz-Wunderlich-Halle sind schon zu sehen. Etwa eine halbe Stunde vor Beginn der Aufführung haben sich die meisten Gäste des Bläsertreffs, wie sich der Konzertabend nennt, schon einen Platz gesichert. Später werden einige Zuhörer dicht an den Wänden hinten im Raum stehen. Auch auf den Stufen der Halle werden Besucher Platz nehmen.Während die Instrumente im Scheinwerferlicht auf der Bühne glänzen, schnappen die Musiker noch etwas Luft im Freien. Gitarristin und Sängerin Jule Decker und Trompeterin Anke Nagel vom Gymnasium Kusel sitzen auf der Rampe am Zugang zu den Kulissen. In wenigen Minuten werden sie in der Big- und Rockband des Gymnasiums spielen. Sie freuen sich vor allem auf das Stück „Little Talks“ von Monsters and Men. Fast zwei Jahre hätten sie ihren Lehrer und Dirigenten Hendrik Gesner bearbeitet. Jetzt spielen sie gegen Ende der Veranstaltung das stimmungsvolle Lied. Dann ist Eile geboten. Es geht los.

Mit „What a wonderful world“ eröffnet die Big Band das Konzert. Gleich danach zeigt die Bläserklasse 6 ihre Sieger-Werke des Musikfestes in Baden-Württemberg. Den ersten Platz hatten sich die Bläser aus der sechsten Klasse erspielt (wir berichteten). Das Zusammenspiel ist präzise, die Intonation dieses kleinen, hochwertigen Orchesters mit Musikern im Alter von etwa zwölf Jahren ist hervorragend.

 

Als Ente, Panda und Esel streifen die jungen Musiker anschließend durch den „Dancing Zoo“ von Peter K. Schaar. Die Zuhörer laufen köstlich amüsiert mit. „Der Bart Simpson der 80er/90er Jahre, Charlie Brown von den Peanuts, wirft mit Bällen und wuselt durch die Schule“, jede Parallele mit realen Personen sei bloßer Zufall und nicht beabsichtigt, sagt Hendrik Gesner zur Ankündigung des Chors „Cool Kids“. Die Zuschauer machen das lustige Gestenspiel der Jüngsten vom Gymnasium mit und zeigen sich begeistert. Die alte Dampflokomotive durch das Glantal – mit viel Gefühl fürs richtige Tempo – vom Flötenensemble gezogen, sorgt für das nächste entzückte Raunen im Zuhörerraum.

 

Auch die Solisten hatten am musikalischen Abend genügend Raum, ihr Können zu präsentieren, beispielsweise Michelle Cordier mit einem fantastischen Solo (Querflöte) im Ensemble Quer/Strich, Richard Blättner am Saxophon mit den Cool Kids sowie Eric Fauß (Gesang/Gitarre), Jens Petermann (Trompete) und Felix Wilson (Trompete) in der Big Band. Die jungen Mitglieder der Bläserklassen recken auch in der zweiten Spielhälfte die Köpfe in Richtung Bühne – dort oben stehen sie auch bald. Mit einer bunten Mischung aus Film-, Pop-, Rock- und Jazzmusik begeistern die Schüler bis zum Ende der Vorstellung.

 

Miriam Pittmann schaut Tochter Tara im Flötenensemble zu, Familie Heß Sohn Johannes, Simone Stellwagen Tochter Neele, Edgar Schuler aus der Nähe von Koblenz dem Patenkind, Friedrich Rübel dem Enkel. Eltern und Großeltern der jungen Musiker sind begeistert und finden vor, zwischen und nach dem Konzert ähnliche Worte: Was die Kinder gelernt hätten, sei einfach überwältigend, das Konzert ergreifend, Veranstaltung und Vorträge gut organisiert und mit viel Fantasie gestaltet. „Das musikalische Programm lässt auf eine rosige Zukunft des Musikantenlandes hoffen“, sagt Friedrich Rübel.