20.04.2014
Kategorie: Musik, Bigband, Startseite, Presseschau
Von: Die Rheinpfalz, Westricher Rundschau, 1.4.2014

Feier zum Abschluss der Generalsanierung - Artikel aus Rheinpfalz und Wochenblatt


 

--> Artikel aus dem Wochenblatt Kusel, 10.4.2014

 

Artikel aus DIE RHEINPFALZ, Westricher Rundschau, 1.4.2014

Die neue Mensa ordentlich gerockt - Feier zum Abschluss der Generalsanierung des Gymnasiums besticht durch musikalische Akzente

An Tagen wie diesen kann das Motto nur lauten: Don’t worry, be happy. Beides Lieder, die gestern bei der Feier zum Abschluss der Generalsanierung des Kuseler Gymnasiums erklangen. So mitreißend war die musikalische Umrahmung, dass sogar die Ehrengäste mitwippten, -klatschten und -sangen.
Los ging es mit der Europahymne, die die Big Band im Schulhof spielte. Dort fand der erste Teil der Feier statt, die Enthüllung der Skulptur von Alfred Görig. Diese ist nicht nur Kunst am Bau der 16 Millionen teuren Schulsanierung, sondern auch Teil der Skulpturenstraße des Friedens, wie Landrat Winfried Hirschberger erklärte. In Kusel stehe damit ein Meilenstein der Friedensstraße, was sehr gut zum Gymnasium passe. Professor Leo Kornbrust aus St. Wendel erklärte, man wolle die Straße auch noch weiterführen, ehe Alfred Görig ein paar Worte zu seinem Werk sagte. Die jungen Menschen sollten Fragen dazu stellen – „Die Gedanken sind frei“.In der Mensa ging es dann mit dem offiziellen Teil der Feier weiter, nachdem die Big Band unter Leitung von Hendrik Gesner gezeigt hatte, dass „Freude schöner Götterfunken“ auch ganz schön rocken kann. Der Landrat erinnerte daran, dass man sich zu Anfang die Frage gestellt habe, ob eine Sanierung des Gymnasiums überhaupt noch sinnvoll sei, doch ein Neubau wäre bedeutend teuer gekommen. Er betonte, Lehrer und Schüler hätten einen Tapferkeitspreis verdient, weil sie die Bauarbeiten während des laufenden Betriebs hätten ertragen müssen. Von den 16 Millionen Gesamtkosten trug der Kreis zehn, das Land sechs. Hirschberger zeigte sich stolz darauf, dass die Gesamtsumme nur um 162.000 Euro, also ein Prozent, überschritten worden sei – und dies nur deshalb, weil beim Sportfeld ein gründlicherer Bodenaustausch notwendig gewesen sei als geplant.

„Allein für die Musik lohnt es sich, herzukommen“, betonte Staatssekretär Hans Beckmann. Das Ergebnis der Sanierung sei beeindruckend, jetzt könne das pädagogische Konzept optimal umgesetzt werden. Er habe die Schule, die er seit langem kenne, kaum mehr wiedererkannt. Die Mediothek, wo die Schüler selbstständig lernen könnten, nannte er ein Schmuckstück, wies auch auf den zweiten Musiksaal mit schallgedämmten Wänden hin. Als Geschenk hatte er einen Scheck über 1000 Euro dabei, mit dem etwas für Bibliothek oder Mediothek angeschafft werden könne.

Angelika Gröneveld-Olthoff erläuterte, sie leite das Gymnasium nun seit fünf Monaten, die Feier sei ein sehr schöner Anlass, zusammenzukommen. Mit der Sanierung seien hervorragende Arbeitsbedingungen geschaffen worden. Die Schule sei auf dem Weg in eine neue Ära, wolle sich auch einen Namen geben. Das Profil als Schule mit Courage und ohne Rassismus solle weiter geschärft werden. Mit Verweis auf ihre „maritimen Wurzeln“ sagte Gröneveld-Olthoff, sie wolle frischen Wind bringen, aber keinen Orkan, und sehe sich als Kapitän einer Mannschaft, die viele neue Ziele ansteuern wolle.

Etliche Male war Bürgermeisterin Ulrike Nagel als Schuldezernentin der Kreisverwaltung auf der Baustelle gewesen, wie sie berichtete. Für die Stadt sei es ein wesentlicher Standortfaktor, dass optimale Rahmenbedingungen für alle Schularten geschaffen worden seien. Das Gymnasium sei der dickste Brocken gewesen. Auch attestierte sie, dass das Miteinander funktioniere – das Gymnasium sei immer dabei, wenn in der Stadt etwas veranstaltet werde. Als Sinnbild für das Aufblühen der Schule hatte sie ein paar Frühlingsblumen mitgebracht.

Auch die Eltern und Schüler freuten sich über den Abschluss der anstrengenden Umbauzeit. Schülersprecherin Julia Reiser wies mit einem Augenzwinkern darauf hin, dass erst, wenn es genügend Parkplätze gebe, die Schüler nicht mehr die Ausrede hätten, sie seien zu spät gekommen, weil sie auf der Marktwiese hätten parken müssen...

Zu dem anspruchsvollen musikalischen Programm der Feier trugen außer der Big Band auch der Unterstufenchor und der Chor unter Leitung von Raquel Cristóbal Ramos bei.