15.06.2019
Kategorie: Geschichte, Startseite
Von: Lina Peiffer/eingestellt von S. Jaqui

Vorbehaltsfilm „Hitlerjunge Quex“ in der MSS 12


Am 14. Juni 2019 wurde für die Schüler*innen der MSS 12 und die des Geschichte Leistungskurses der MSS 11 im Kinett in Kusel durch das IKF (Institut für Kino- und Filmkultur) der nationalsozialistische Propagandafilm „Hitlerjunge Quex“ (1933) gezeigt und im Anschluss intensiv besprochen. Aus diesem Anlass kam als Vertreter des IKF Herr Michael Loth, um wesentliche Informationen zur Entstehung des Films, der Filmproduktion unter Goebbels und der beteiligten Schauspieler zu liefern und auch um die Diskussion zum Film zu leiten. Denn ein solcher Film kann nur „unter Vorbehalt“, also unter eingeschränkten Bedingungen zu Bildungsveranstaltungen, durch speziell geschulte Referenten gezeigt werden.

Die Schüler*innen äußerten sich nach der Sichtung des neunzigminütigen Films erstaunt darüber, wie verschleiert und indirekt die Propaganda im Film eingebaut war. Ebenso hätten sie sich die Darstellung der Nationalsozialisten „noch idealisierter“ vorgestellt. Zusätzlich überraschte sie, dass dieser Propagandafilm nicht wie ein „Dokumentarfilm“ aufgebaut sei, sondern „eine spannende Geschichte zum Miterleben“ enthalte, was das Durchschauen der Propaganda wiederum beeinflusste. Auch der Gebrauch der Musik, insbesondere des Liedes der HJ, wurde durch den Film nachvollzogen und als Leitmotiv durch die Schüler*innen an wesentlichen Stellen des Films identifiziert.

Zum Ende der Veranstaltung waren alle Beteiligten der Meinung, dass die Kenntnis über einen solchen Film wie auch dessen Analyse „interessant und wichtig ist, um das Funktionieren der nationalsozialistischen Propaganda“ zu verstehen.

Wir danken Herrn Pirrung aus dem Kinett in Kusel und Herrn Loth als Vertreter des IKF für die Gestaltung der Veranstaltung!