10.04.2017
Kategorie: NaWi, Startseite, Presseschau, Wettbewerbe
Von: eingestellt von S. Jaqui

Sprung nach ganz vorne 3


KUSEL: Schüler von Siebenpfeiffer-Gymnasium und Realschule plus auf Platz eins des Wettbewerbs „Ideenspringen“

Von tim altschuck

Beim Wettbewerb „Ideenspringen“ der Ingenieurkammer Rheinland-Pfalz haben zwei Schüler aus Kusel den ersten Platz belegt. Alisea Umlauff, die die fünfte Klasse am Siebenpfeiffer-Gymnasium besucht, und Marcel Michell, Neuntklässer an der Realschule Plus, haben in ihrer jeweiligen Altersklasse die 250-Euro-Siegprämie erhalten.

Die Aufgabe beim diesjährigen Wettbewerb bestand darin, eine Skisprungschanze zu entwickeln und als Modell nach genauen Maß-Vorgaben zu bauen. Auf einer Grundfläche von 80 mal 20 Zentimetern sollte die 45 Zentimeter hohe Rampe errichtet werden. Genau nach dieser Vorgabe haben beide Sieger ihre Modelle aus Holz gebaut und der Jury präsentiert. „Etwa zwei Wochen habe ich dafür gebraucht“, erzählt Alisea Umlauff. Marcel Michell hat seine Netto-Arbeitszeit gemessen: etwa 20 Stunden. Dann mussten die Rampen noch trocknen, nachdem sie mit Leim befestigt worden waren.Die Fünftklässerin nahm beim „Ideenspringen“ in der Altersklasse eins Teil. Das sind Schüler von der ersten bis zur achten Klasse. Marcel Michell nahm in der Kategorie zwei ab Schulklasse neun aufwärts teil. Dort in Konkurrenz mit wesentlich älteren Schülern zu gewinnen, das verdient Anerkennung. Zumal manche sich auch nicht immer an die Vorgaben gehalten hätten: „Einige Teilnehmer haben ihre Modellteile richtig ausgefräst oder sogar gelasert“, erzählt Michell.

Getestet wurden die Rampen natürlich auch auf ihre Belastbarkeit hin und die mit einer Glasmurmel erreichbare Weite. Will heißen: 300 Gramm Gewicht musste die Rampe auf der Startfläche aushalten, und die Murmel musste so weit wie möglich in eine Sandgrube fliegen. Kaputtgegangen sei auf den ersten Blick anscheinend keines der vielen konstruierten Modelle, erzählt Michell, „aber manche Rampen sahen nach den Tests doch etwas mitgenommen aus.“

Gebastelt haben Michell wie Umlauff übrigens zu Hause. Das sei eigentlich auch so vorgesehen, sagt Lehrerin Stefanie Benner. Bei Bedarf hätten beide natürlich auch die Werkräume an der Realschule Plus zur Verfügung gestellt bekommen.

Am Mittwoch war dann der große Tag: Beim ZDF in Mainz war die Preisverleihung. Bis zur Übergabe der Preise blieb geheim, wer tatsächlich als Sieger hervorging. Der Überraschungseffekt war also bei beiden extrem hoch. „Ich habe ziemlich gezittert, als das Ergebnis kam, und am Donnerstag konnte ich es immer noch nicht so ganz glauben“, gesteht Alisea Umlauff. Auch Marcel Michell war nicht bewusst, dass es weit nach vorne gehen könnte: „Meine Freunde tippten auf den fünften bis siebten Platz. Als dann der fünfte Platz vorgelesen wurde und ich nicht dabei war, war ich enttäuscht. Aber dann plötzlich Erster ...“

Am Freitag, 16. Juni, steht die bundesweite Preisverleihung im Berliner Technikmuseum an. Dort werden die Modelle nun auch direkt hingebracht, deshalb konnten die beiden ihre Schanzen auch nicht präsentieren.

Und es gab nicht nur die beiden Erstplatzierten aus Kusel. In der ersten Alterskategorie räumten die Gemeinsame Orientierungsstufe und die Realschule Plus gleich sechsfach ab.

Info

Weitere Kuseler Ausgezeichnete in der Alterskategorie I: 4. Platz: Emily Simon, Chiara Hilgert, Lara Schneider, Cilli Schneiders; 5. Platz: Joshua Mohr, Jonas Theis, Tillman Theis; 6. Platz: Paul Weigel, Maximilian Stöbener, Robin Geibel; 7. Platz: Luca Donauer, Louis Krupp; 9. Platz: Lilli Drumm, Marie Baumann, Julia Hollinger, Elisa Jung.

(veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung der Rheinpfalz)

Quelle

Ausgabe Die Rheinpfalz - Westricher Rundschau - Nr. 85
Datum Montag, den 10. April 2017
Seite 23