„L`union fait la force“ – Einigkeit macht stark









Unter dem Motto „L’union fait la force“ verabschiedeten wir im Rahmen des Kollegiumsfestes vier Lehrkräfte, die das Schulleben teilweise über Jahrzehnte hinweg entscheidend mitgeprägt haben. Das aus dem Französischen stammende Sprichwort erinnert daran, dass große Aufgaben nur dort gelingen, wo Menschen ihre unterschiedlichen Stärken einbringen und gemeinsam Verantwortung übernehmen. Eine Schule lebt von dieser Gemeinschaft.
Als erstes wurde Herr Andreas Körfer (Deutsch, Geschichte) verabschiedet. Formal gehörte er dem Siebenpfeiffer-Gymnasium acht Jahre lang an, war jedoch an der AfA Kusel eingesetzt. Erst in den vergangenen drei Wochen unterrichtete er am SGK. Seine Entscheidung, aus Gründen der Wohnortnähe eine neue Stelle anzutreten, ist gut nachvollziehbar.
Herr Sascha Groß (Geschichte, Katholische Religion) verbrachte zwar auch nur eine kürzere Zeit am SGK, hinterließ jedoch im Kollegium einen bleibenden Eindruck. Ebenfalls durch ein Stellenangebot in Wohnortnähe endet leider seine Zeit in Kusel. Von Beginn an übernahm er verantwortungsvolle Aufgaben: Leistungs- und Grundkurse, eine Klassenleitung sowie zuletzt den Vorsitz der Fachkonferenz Religion/Ethik. Kolleginnen und Kollegen schätzten besonders seine ruhige, besonnene und freundliche Art. Gerade in konfliktbehafteten Situationen bewahrte er den Überblick und trug mit seiner sachlichen Herangehensweise häufig zu tragfähigen Lösungen bei.
Herr Karl-Heinz Trossen-Wanniger begeisterte viele Schülerinnen und Schüler für die Fächer Biologie und Sport spürbar. Lange bevor „Nachhaltigkeit“ ihren festen Platz in den Lehrplänen fand, waren themenverwandte Aspekte feste Bestandteile seines Unterrichts, Herr Trossen-Wanninger veranschaulichte, wie eng „Biologie“ mit dem Alltag verknüpft ist.
Auch außerhalb des Unterrichts war sein Engagement außergewöhnlich. Zahlreiche Sportveranstaltungen, Sponsorenläufe, die Radfahraktion Tour d’Europe oder der legendäre Fearnought-Run trugen seine Handschrift. Als Initiator innovativer Projekte wie der Gewässeruntersuchung des Kuselbachs oder der Radio-AG radioaktiv setzte er immer wieder neue Impulse für das Schulleben.
Für viele Kolleginnen und Kollegen war Herr Trossen-Wanniger zudem weit mehr als ein Fachkollege. Als ausgewiesener Experte in biologischen Fragen und langjähriges Mitglied des Örtlichen Personalrats stand er mit Rat und Tat zur Seite und vertrat die Interessen des Kollegiums stets engagiert, sachlich und konstruktiv. Die Verabschiedung machte deutlich, dass viele in ihm nicht nur einen geschätzten Kollegen, sondern auch einen guten Freund sehen.
Herr Karl-Ernst Eichert (Deutsch, Geschichte, Katholische Religion) gehört ohne Zweifel zu den prägenden Persönlichkeiten des Siebenpfeiffer-Gymnasiums. Als echtes „Urgestein“ der Schule hat er unzählige Schülerinnen und Schüler auf ihrem Weg begleitet. Bei Befragungen ehemaliger Lernender, welche Lehrkräfte ihnen besonders in Erinnerung geblieben seien, wird sein Name regelmäßig genannt.
Sein Unterricht war geprägt von Leidenschaft, Überzeugung und einem außergewöhnlichen Engagement. Fachwissen verstand Herr Eichert nie als Selbstzweck. Vielmehr war es ihm ein Anliegen, junge Menschen auf das Leben vorzubereiten, sie zu verantwortungsbewussten und mündigen Persönlichkeiten zu erziehen. Seine Fächer verband er mit aktuellen gesellschaftlichen Fragestellungen und vermittelte seinen Schülerinnen und Schülern Werte und Orientierung.
Auch über den Unterricht hinaus setzte er vielfältige Akzente: Ob Theater-AG oder Streitschlichtung – überall brachte er seine Tatkraft ein. Gleichzeitig zeichnete ihn eine große Aufmerksamkeit für die kleinen Gesten des Alltags aus: eine persönliche Karte zu einem besonderen Anlass, eine zusätzliche Kopie oder ein aufmunterndes Wort. Gerade diese scheinbar kleinen Dinge machten ihn für viele Menschen so besonders.
Frau Karin Küfer (Englisch, Französisch, Spanisch) kennen viele nicht nur als engagierte Fremdsprachenlehrerin, sondern vor allem als langjährige Oberstufenleiterin. Ihre Begeisterung für Sprachen, Literatur und die Kultur der jeweiligen Länder war in jeder Unterrichtsstunde spürbar. Durch zahlreiche Reisen hielt sie ihre Kenntnisse lebendig und bereicherte den Unterricht immer wieder mit authentischen Eindrücken. Wer eine Fremdsprache bei Madame Kuefer lernte, bekam gleichzeitig das Lebensgefühl des jeweiligen Landes vermittelt. Zu den Höhepunkten der Schulzeit vieler Schülerinnen und Schüler zählen sicherlich die von ihr organisierten und begleiteten Fahrten nach Paris.
Mit großer Sorgfalt und Fachkompetenz begleitete Frau Küfer über viele Jahre die Schülerinnen und Schüler der Mainzer Studienstufe. Zahlreiche Reformen, neue Rechtsvorschriften und organisatorische Veränderungen meisterte sie mit beeindruckender Sicherheit. Wer eine Frage zur Oberstufe hatte, wusste: Frau Küfer kennt die Antwort. Die Planung und Durchführung von Kursarbeiten und Abiturprüfungen lagen bei ihr stets in den besten Händen. Dank ihrer Akribie, ihres Organisationstalents und ihres hohen Qualitätsanspruchs verliefen diese anspruchsvollen Prozesse jederzeit zuverlässig und reibungslos. Dabei verlor sie nie den Menschen aus dem Blick. Gerade Schülerinnen und Schüler, deren schulischer Weg nicht immer geradlinig verlief, fanden in ihr eine verständnisvolle und kompetente Ansprechpartnerin.
Darüber hinaus verantwortete sie unter anderem die Berufsorientierung der Oberstufe, die Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit sowie die Organisation zahlreicher Berufsinfomessen.
An den letzten beiden Unterrichtstagen wurde weitere Lehrkräfte verabschiedet. Dazu gehörten Frau Anne Burkhard, Frau Sophie Feuchtner und Frau Annika Kayrak, die als PES-Kräfte einige Unterrichtslücken fachlich und verantwortungsvoll gefüllt haben. Frau Freitag (Biologie, Erdkunde) tritt ebenfalls aus persönlichen Gründen eine neue Stelle an. Ihr fiel der Abschied nicht leicht, da sie mit Beginn des Referendariats an unserer Schule unterrichtet hat und sie Schülerschaft und Kollegium sehr schätzte.
Wir danken allen herzlich für ihren Einsatz und ihre Verbundenheit mit unserer Schule. Für den neuen Lebensabschnitt wünschen wir ihnen Gesundheit, Glück und Zufriedenheit.
Merci et au revoir – und alles Gute für den weiteren Weg!
(Silvia Jaqui)












