Eine besondere Informatikstunde der Klasse 7b: Live-Chat mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zum Thema KI

Nachdem wir uns in den letzten Informatikstunden mit Künstlicher Intelligenz (KI) beschäftigt und erkundet haben, wo KI bereits überall Anwendung findet, konnten wir am Mittwoch im Rahmen des Projekts „I’m a Scientist – Get me out of here“ mit fünf Forschenden live chatten. Die Schülerinnen und Schüler waren überrascht, wie locker und direkt sie sich mit den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern austauschen durften.

Der komplette Chat ist unter folgendem Link zu finden: Chat

Wer war dabei?

Im Chat begrüßte Moderator Max die Runde und achtete auf einen fairen Ablauf. Aus der Wissenschaft nahmen teil:

  • Philipp (TU Berlin) – forscht zu Mensch-Maschine-Interaktion und nutzt KI u. a. zum Textformulieren.
  • Katharina (Fraunhofer IAIS, Sankt Augustin) – arbeitet an erklärbaren Sprachmodellen.
  • Michael (Humboldt-Universität zu Berlin) – erforscht, wie man KI bestmöglich zum Lernen einsetzt.
  • Jan (Informatik-Doktorand) – sucht Informationen in großen Datenmengen und entwickelt Chatbots.
  • Kirsten M. Florentine (Wetterforscherin) – arbeitet im europäischen Projekt „WeatherGenerator“.

Worum ging es im Chat?

Unsere Siebtklässlerinnen und Siebtklässler stellten viele kluge und auch kritische Fragen. Ein Auszug der Themen:

  • Grundlagen: Seit wann gibt es KI? Was war das Perzeptron? Wie „lernen“ Modelle aus Daten?
  • Alltag und Schule: Kann KI bei Hausaufgaben helfen? Ersetzt KI Lehrkräfte? Wie nutzt man KI sinnvoll zum Lernen?
  • Anwendungen: KI im Krankenhaus (Spracherkennung, Bildanalyse), autonome Fahrzeuge, Wetter- und Klimavorhersagen, Chatbots.
  • Chancen und Risiken: Zuverlässigkeit, Bias und Fairness, Datenschutz, Falschinformationen, Deepfakes.
  • Beruf und Werdegang: Welche Fächer sind wichtig? Wie wird man Wissenschaftlerin/Wissenschaftler in der KI?
  • Techniknahes: Lauscht Alexa ständig? Warum werden KI-Bilder und -Videos immer realistischer? Gibt es einen „Notaus“-Knopf?

Antworten mit Aha-Effekt

  • KI ergänzt Menschen, ersetzt sie aber nicht: Lehrkräfte bleiben wichtig, KI kann entlasten (z. B. Korrekturen, Vorbereitung).
  • Verlässlichkeit ist kontextabhängig: Bei klar umrissenen Aufgaben sehr gut, bei offenen Fragen können Fehler und Halluzinationen auftreten.
  • Datenschutz zählt: Sensible Daten gehören nicht leichtfertig in öffentliche KI-Dienste. Es gibt auch kleine Modelle, die lokal laufen.
  • Medienkompetenz und Prüfung der Ergebnisse sind zentral – nicht alles glauben, sondern verstehen, nachfragen, verifizieren.
  • KI ist Teamarbeit: Informatik, Mathe und Data Science sind wichtig, aber auch Ethik, Sprache und Kommunikation.

Unser Fazit und Ausblick

KI ist längst Alltag – von Sprachassistenz über Bildanalyse bis zu Lernhilfen. Der Chat hat Wissensdurst geweckt und für Chancen wie auch Grenzen sensibilisiert. Im Anschluss planen wir, eigene kleine KI-Projekte umzusetzen (z. B. Text- oder Bildklassifikation mit Machine Learning for Kids), Daten zu sammeln und unsere Modelle kritisch zu testen.

Ein herzliches Dankeschön an Max (Moderation), Philipp, Katharina, Michael, Jan und Kirsten – und an unsere engagierten Schülerinnen und Schüler für ihre vielen Fragen!