02.10.2021
Kategorie: NaWi, Biologie, Startseite, Siebenpfeiffer-Tage
Von: Anne Freitag/eingestellt von S. Jaqui

Erster Siebenpfeiffer-Tag 5. Klassen: Waldtag


Am 28.09. fand der erste Verfügungstag der neuen fünften Klassen statt. Da sich die fünften Klassen gerade erst kennenlernen und sich die Klassengemeinschaft noch ausbilden muss, diente dieser Siebenpfeiffer-Tag der Stärkung der Klassengemeinschaft und der Einführung des Klassenrates. Der Klassenrat fördert das demokratische Miteinander und die Partizipation in der Schule, er ist das demokratische Forum einer Klasse. 

Dank der Kooperation mit der Forstwirtin Yvonne Limpert sowie der Unterstützung durch Joachim Kunz (Produktleiter Waldinformation, Umweltbildung, Walderleben) und Andreas Bonin (Revierleiter) konnte der Klassentag in die Kuseler Winterhelle verlegt und mit tollen Waldaktivitäten verknüpft werden:

Am 28.09. ging es mit den Klassen 5a, 5b, 5d und 5e zu einem Waldtag in die Kuseler Winterhelle. 

Herr Kunz und Herr Bonin haben uns auf einer abwechslungsreichen Route nicht nur die vier Nadelbaumarten Fichte, Kiefer, Douglasie und Lärche vorgestellt, sondern auch viel über die Tiere im Wald berichtet. Unter anderem haben wir gelernt wie man erkennt, wenn ein Specht einen Fichtenzapfen bearbeitet hat. Ebenso wissen wir nun, dass der Borkenkäfer und die trockenen Sommer eine große Gefahr für die Wälder darstellen und dass zehntausende Borkenkäfer auf einer einzigen Fichte zu finden sein können. Die Douglasie erkennt man z.B. an ihren ganz besonderen Zapfen, diese tragen lustige „Mäuseschwänzchen“. Das Holz der Weymouth-Kiefer ist sehr leicht, weshalb es z.B. zum Bau von Bienenstöcken ideal ist. 

Vier Baumarten (s. erste vier Fotos rechts) mussten beim späteren Spiel „Kampf der Waldbauern“ wiedererkannt und von Teams ergattert werden. Hier hatten die Teams mit der besten  Strategie die Nase vorn und konnten die Teams mit den besten Sportlern schlagen. Ein geschultes Auge und Teamgeist waren dann bei einem Waldmemory gefragt, das die Schülerinnen und Schüler aus verschiedensten Materialien (z.B. Rindenstücke, Gräser, Zapfen, Stöcke, Moos) anhand des Vorbildes rekonstruieren mussten. Dabei waren Diejenigen erfolgreich, die eine gemeinsame Strategie und eine gute Aufgabenverteilung vorweisen konnten. Den Abschluss bildete ein Blindenspaziergang durch das „Verbotene Land“, bei dem Typisches aus dem Wald erspürt und ertastet wurde. Bei diesem Spiel wurde Vertrauen zu den Mitschülerinnen und Mitschülern aufgebaut und andererseits der Wald viel intensiver wahrgenommen. Mitgebrachte Zapfen und Rinde fanden einen dekorativen Platz im Klassenraum. Ein rundum gelungener Tag bei schönstem Herbstwetter. 

Aber am besten schildern die Kinder natürlich selbst ihre Eindrücke, hier eine Auswahl:

„Ich fand es sehr schön und es hat viel Spaß gemacht. Wir haben verschiedene Tiere gesehen, auch ein Reh, und viele verschiedene Pflanzen“

„Der Waldtag war sehr schön. Ich gehe gerne in die Natur. Vier verschiedene Baumarten haben wir kennengelernt. Jetzt tun mir meine Füße nur weh – es war auch sehr weit. Trotzdem war es super!“

„Ich habe heute drei neue Baumarten kennengelernt, die Fichte kannte ich schon. Der Förster konnte alles gut erklären, er wusste auf alle Fragen eine Antwort. Am spannendsten fand ich, dass Dachse sich Toiletten graben, die sie immer wieder benutzen.“

„Wir haben schon gut zusammengearbeitet, aber das können wir noch verbessern! Cool fand ich, dass wir so viel selbst machen konnten. Das Memory hat mir am besten gefallen.“

„Können wir die Spiele auf der Klassenfahrt bitte nochmal spielen?“

Wir bedanken uns sehr herzlich bei Joachim Kunz und Andreas Bonin für die abwechslungsreiche Einführung in den Wald und die so gelungene Wissensvermittlung. 

Besonders bedanken möchten wir uns bei der Forstwirtin Yvonne Limpert, die diesen tollen Waldtag ermöglicht hat. Dank ihrer perfekten und sehr arbeitsintensiven Organisation (viele Wegmarkierungen und Schilder mit der Beschreibung der Spiele, die Erstellung mehrerer Ablaufpläne und Karten für die Klassenleitungen, die genaue Erläuterung aller Stationen und Wege bei einem Vortreffen mit den Klassenleitungen, die Auswahl der Strecken und die Koordination der verschiedenen Klassenstationen) waren wir rundum betreut und haben uns sehr wohl gefühlt! 

Darüber hinaus möchten wir Klassenleitungen uns bei den Kolleginnen und Kollegen bedanken, die den Aktivtag mit uns durchgeführt haben und eine große Unterstützung waren!