27.03.2021
Kategorie: Startseite, Presseschau
Von: eingestellt von S. Jaqui

Eine außergewöhnliche Abiturfeier


KUSEL: Diese Zeugnisübergabe werden die Abiturienten des Siebenpfeiffer-Gymnasiums sicher nie vergessen. Coronabedingt fand die Feier nicht wie gewohnt in der Fritz-Wunderlich-Halle statt, sondern unter freiem Himmel auf dem Pausenhof der Schule.

Von Dennis Bachmann

 
Keine Eltern, keine Angehörige, keine feierlich geschmückte Fritz-Wunderlich-Halle. Stattdessen sitzen die Schüler auf selbst mitgebrachten Campingstühlen auf dem Pausenhof der Schule – mit Maske selbstverständlich. Die Corona-Pandemie hat den Abiturienten des Siebenpfeiffer-Gymnasiums eine etwas andere, unterm Strich aber schöne Zeugnisübergabe beschert. Damit die Angehörigen doch in irgendeiner Form dabei sein konnten, wurde die Veranstaltung per Live-Stream ins Internet gesendet. 143 Zugriffe verzeichnete man bei der etwas mehr als zweistündigen Veranstaltung.

Trotz der etwas anderen Feier hatten es sich die Schüler nicht nehmen lassen, sich dem Anlass entsprechend schick zu kleiden. Im Nachhinein hätte sich der ein oder andere womöglich gewünscht, wärmere Kleidung gewählt zu haben: Anfangs bescherte die Sonne noch angenehm frühlingshafte Temperaturen, gegen Ende wurde es deutlich frischer auf dem Pausenhof. „Ich fand es gut, wie die Veranstaltung organisiert wurde. Es war eine schöne Feier – allerdings wurde es am Ende doch ein bisschen kalt“, sagte Abiturientin Alysha Ohliger.

Eigentlich hätte die Veranstaltung nicht ganz so lange dauern sollen. Schulleiter Marco Schneider fasste sich bei seinen einleitenden Worten kurz, weitere Reden gab es nicht, und die eigentliche Zeugnisübergabe war ebenfalls flott vorüber. Die Schüler wurden aufgerufen, kamen nach vorne und stellten sich in einen auf den Schulhof gemalten Kreis, wo sie ihr Zeugnis mit gebotenem Abstand entgegennahmen. Der sonst übliche Handschlag zur Gratulation fiel aus.

Doch die Schüler hatten sich gewünscht, dass man ihnen bei der Feier Zeit einräumt, um sich bei ihren Lehrern zu bedanken. Und das gestaltete sich ähnlich außergewöhnlich wie die gesamte Feier. Anfangs bedankten sich die Schüler noch mit Präsenten bei den Stammkurslehrern. Doch nach und nach kamen noch viele weitere, teils ungeplante Danksagungen hinzu. „Ja, das war spontan. Aber das passt auch irgendwie zu uns – wir waren einfach eine sehr herzliche Stufe“, sagte Abiturientin Emely Wundenberg mit einem Schmunzeln. „Ich fand es auch schön, dass die Feier etwas Besonderes war – besser hätte es unter den Umständen nicht sein können.“

Ihr Mitschüler Nils Werner ärgerte sich zwar ein wenig darüber, dass man nicht für jeden Lehrer ein Geschenk besorgt hatte, fand die gefundene Lösung für die Zeugnisübergabe aber gut. „Der Jahrgang vor uns hat die Zeugnisse ja nur per Post bekommen. Da fand ich das so schöner.“ Er bedauere es sehr, dass der Jahrgang so unter Corona habe leiden müssen. „Besonders, dass gemeinsame Fahrten ausfallen mussten, und wir keinen Abiball machen können, ist einfach schade.“

Die Beste Abiturientin in diesem Jahr war Alisa Hoffmann. Notenschnitt: 1,1. Hoffmann wurde zudem für das beste Abitur im Fach Chemie ausgezeichnet und erhielt einen Preis für „Besonderes Engagement und vorbildliche Haltung in der Schule“ . Doppelt ausgezeichnet wurde Hanna Heil, für sehr gute Leistungen im Fach Deutsch und für „Besondere schulische Leistungen, Sozialkompetenz und aktiven Einsatz für das Gemeinwohl“. Jakob Müller erhielt zwei Auszeichnungen für sehr gute Leistungen im Fach Physik, und Anna Lena Müller wurde für ihre Leistungen in den Fächern Mathematik und Informatik ausgezeichnet.

Außerdem mit Preisen bedacht wurden Emely Wundenberg für sehr gute Leistungen in Ethik, Hanna Gilcher für ihre Leistungen in Geschichte, Lena Schultheiß für das beste Abitur im Fach Deutsch, Maximilian Conrad für hervorragende Leistungen in Biologie und Jakob Weißenauer für besondere Leistungen in verschiedenen Fächern. Für seine Fremdsprachenkompetenz und Weltoffenheit wurde Niklas Naumann geehrt und Sophia Zucca erhielt den Preis der Siebenpfeffer-Stiftung für ihr „Engagement im Sinne Siebenpfeiffers“.

Die Abiturienten

Phil Benedikt Altherr, Leon Arnold, Anne Baum, Cosima Susanne Becker, Cosma-Mirjana Becker, Niklas Bier, Leon Bollenbacher, Jonas Braun, Tim Burchert, Maximilian Conrad, Nico Detzen, Jonas Diehl, Vanessa Drumm, Ronja Ehrhardt, Louisa Faß, Luna Feilhaber, Lara Celine Freiberger, Arne Fruck, Anika Gaß, Fabienne Gebhardt, Hanna Gilcher, Julius Jona Gödtel, Lilith Goetzke, Alena Lorina Graf, Lara Guth, Julia Häßel, Hannah Heil, Jonathan Heil, Elisabeth Höbel, Alisa Cathrin Hoffmann, Denis Ikisivri, Joelle-Marie Jahn, Moritz Jung, Josefine Katins, Johanna Kayser, Lea-Marie Kramer, Lasse Kröner, Tajana Lensch, Matti Lippert, Elias Lippes, Lorena May, Fabio Meyer, Niklas Mildenberger, Jens Morgenstern, Anna Lena Müller, Jakob Daniel Müller, Niklas Robert Jean Naumann, Justine-Etienne Neu, Alysha Ohliger, Xenia Ohliger, Yannik Poth, Darien Recktenwald, Laura Rein, Jessica Ruth, Lara Schäffler, Kris Schepanski, Clara Schmidt, Lucas Schmidt, Lukas Schmitt, Melina Schmitt, Yara Schnabel, Noah Schneider, Maurice Schnell, Lukas Schuler, Lena Schultheiß, Jeanette Seyler, Luca Steinmann, Daniel Theis, Finn Uhl, Elisa-Marie Umlauff, Sabrina Vitzthum, Fynn Weingarth, Luca Jannis Weisenstein, Jacob Elias Weißenauer, Zoe Welsch, Nils Werner, Robert Winschu, Emely Wundenberg, Sarah Mari Zarea, Alia Zielinski, Carolin Zimmer, Angelina Zimmermann, Sophia Zucco

(veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung der Rheinpfalz)

Quelle

Ausgabe Die Rheinpfalz Westricher Rundschau - Nr. 73
Datum Samstag, den 27. März 2021
Seite15