06.11.2019
Kategorie: Geschichte, Sozialkunde, Startseite
Von: Michael Berwanger/eingestellt von S. Jaqui

Vortrag eines DDR-Zeitzeugen im Siebenpfeiffer-Gymnasium


Am Montag, den 11. November 2019, lädt das Siebenpfeiffer-Gymnasium Kusel anlässlich des dreißigjährigen Gedenktages zum Fall der Berliner Mauer interessierte Bürgerinnen und Bürger zu einem Vortrag über das „Leben in der SED-Diktatur“ ein.

Als Referent ist der Mitarbeiter der DDR-Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, Andreas Mehlstäubl, gewonnen worden. Herr Mehlstäubl (Jahrgang 1965) war selbst Insasse des Stasi-Untersuchungsgefängnisses in Hohenschönhausen gewesen. Nach einem abgelehnten Ausreiseantrag plante er seine Flucht aus der DDR. Vom eigenen Vater an die Stasi verraten, wurde Herr Mehlstäubl 1987 verhaftet und wegen „Republikflucht“ zu einer Zuchthausstrafe verurteilt. Im Rahmen einer Amnestie wurde er entlassen und durfte 1988 in die Bundesrepublik ausreisen.

In seinem Vortrag wird Herr Mehlstäubl nicht über sein persönliches Lebensschicksal berichten, sondern generell über den Alltag in der DDR informieren. Dabei will er im Einzelnen auch auf die Kontroll- und Überwachungsmechanismen der Staatssicherheit eingehen und Parallelen zu der heutigen Gefahr einer digitalen Überwachung aufzeigen.

Der Vortrag findet um 18.30 Uhr in der Mensa des Siebenpfeiffer-Gymnasiums (Walkmühlstraße 9) in Kusel statt.

ViSdPG: Michael Berwanger, Vogelsang 37, 66869 Kusel (Tel. 06381-996255)