01.11.2018
Kategorie: Biologie, Startseite, Presseschau
Von: eingestellt von S. Jaqui

Gymnasium und Kreis schließen Bachpatenschaft


Umweltschutz beginnt im Kleinen

Von Horst Cloß

Kusel.

„Bachpaten sind Botschafter des Gewässerschutzes“, so formulierte Eva Maria Finsterbusch vom Landesamt für Umwelt in Mainz, die Funktion der ehrenamtlichen Bachpaten. Sie traf diese Aussage anlässlich der Vertragsunterzeichnung, zu der Landkreis Kusel und Siebenpfeiffer-Gymnasium einen Vertrag über die Bachpatenschaft durch die Schule abschlossen.

Nach der Begrüßung durch Schulleiterin Angelika Gröneveld-Olthoff erfolgte eine gemeinsame Ortsbegehung am Kuselbach, für den die Klassenstufen 8 und MSS 12 die Bachpatenschaft zwischen Beginn des Kuselbachs bis zur Gemarkung Rammelsbach übernommen haben.

Die Koordinatorin der Bachpatenschaft am Siebenpfeiffer-Gymnasium, Theresa Schwarz, ging auf die Intension für die eingegangene Bachpatenschaft ein. Die Biologielehrerin betonte, dass dieses fächerübergreifende Projekt von Schülerinnen und Schülern freiwillig übernommen worden sei. Sie hätten es sich zur Aufgabe gemacht, Gewässergüte und die Lebenswesen im Wasser zu prüfen. Dadurch werde auch das umweltgerechte Verhalten zu Wasser und Lebewesen gestärkt. Dazu hätten Gewässerexkursionen einen guten Beitrag geleistet. Schüler der beiden Klassennstufen 8 und MSS 12 stellten verschiedene Projekte vor So sei man auch zum Ergebnis gekommen, den Kuselbach als wenig naturnah zu klassifizieren. Sehr schlechte Sauerstoffwerte hätten zu dieser Bewertung geführt. . Vor allen Dingen der hohe Anteil an Plastikmüll sei für die negative Beurteilung maßgebend. Als Alternative stellten sie Stofftaschen, die in Ruanda hergestellt werden, vor.

Eva Maria Finsterbusch ging auf die Aktion „Blau-Plus“ ein und gab ein entschiedenes Plädoyer zu Bachpatenschaften ab, denn in Rheinland-Pfalz existierten fast keine natürlichen Bäche. Deshalb sei es so wichtig, die Gewässer in einen ökologischen Zustand zu überführen. Gemeinsame Anstrengungen, nicht nur der Bachpaten, seien unbedingt notwendig. „Global denken - lokal handeln“, sei die Devise.

Winfried Sander, ehrenamtlicher Landeskoordinator für schulische Bachpatenschaften und früher selbst Lehrer überreichte einen Wertscheck in Höhe von 250 Euro an die Bachpaten, den sie bei Vorlage von Rechnungen abrufen könnten.

Landrat Otto Rubly verwies auf die Unterhaltspflicht des Kreises, die auch die Verantwortung für die Bäche beinhalte. Im Januar dieses Jahres sei ein Grundsatzbeschluss gefasst worden, in Sachen Bachpatenschaften aktiv zu werden. Im Bereich der Stadt sei die Bachreinhaltung etwas schwierig, dennoch müsse das Thema angegangen werden. Ziel sei, mit der Natur vernünftig umzugehen.

Die Bachpatenschaft weise einen deutlichen Bezug zum theoretischen Unterricht auf. Bachpaten kreisweit zu finden, sei jetzt eine Aufgabe, führte der Landrat aus und dankte den Bachpaten ausdrücklich.

(veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung des Wochenblattes)

Quelle

Ausgabe SÜWE - Wochenblatt Kusel - Nr. 169
Datum Mittwoch, den 31. Oktober 2018
Seite 08