10.11.2015
Kategorie: Startseite, Biologie
Von: U. Klos | eingestellt v. M. Uhl

Mein Kind riecht wie ein Iltis


  haben sich heute vielleicht einige Eltern gedacht.

Grund dafür ist der Besuch des Frettchens Gizmo im Biologieunterricht. Frettchen gehören zur Familie der Marder und sind die domestizierte Form des Iltis. Die zutraulichen Raubtiere eignen sich beispielsweise zur Kaninchenjagd und werden besonders an Orten eingesetzt, wo nicht mit Waffen gejagt werden darf, z.B. im Frankfurter Stadtpark. Durch ihren schlanken Körperbau ist es den Frettchen möglich, in einen Kaninchenbau zu schlüpfen und die Kaninchen nach draußen zu scheuchen, wo diese dann lebend gefangen oder bejagt werden können. Die Jagdtechnik wurde in einem Videofilm gezeigt.

Gizmo stammt aus einem privaten Haushalt und ist mit fast 8 Jahren schon ein alter Herr, so dass die Schüler sich das Tier problemlos aus der Nähe betrachten und die Bewegungsabläufe beobachten konnten.

NICHTS kann im Biologieunterricht die Begegnung mit lebenden Tieren ersetzen! Trotzdem wird Gizmo nicht ständig zur Schule kommen, da dies auf Dauer zu großen Stress für das Tier bedeuten würde.

PS: Frettchen sind zwar domestizierte Tiere, werden aber immer einen gewissen moschusartigen Wildgeruch behalten, der von den Menschen unterschiedlich wahrgenommen wird; manche empfinden ihn als angenehm, andere finden, es stinkt und wieder andere nehmen den Geruch gar nicht erst wahr. Allerdings können Frettchen bei Stress, Panik oder Angst ihre Analdrüsen entleeren, was dann zu einem sehr starken, aggressiven Geruch führt.