Demokratisch Handeln

(Logo aus www.demokratisch-handeln.de)

Allgemeines zum Wettbewerb

Der Wettbewerb Demokratisch Handeln wird seit 1989 für alle allgemeinbildenden Schulen in Deutschland ausgeschrieben. Mit der Aufforderung „Gesagt. Getan. Wir suchen Beispiele für Demokratie. In der Schule und darüber hinaus.“ sollen schulischen Gruppen angesprochen, insbesondere aber Schülerinnen und Schüler zum Mitmachen gewonnen werden. Ideelle Partner des Wettbewerbs sind die Theodor-Heuss-Stiftung und die Akademie für Bildungsreform. Mitglieder dieser beiden bürgerschaftlichen Initiativen haben einen „Förderverein Demokratisch Handeln e.V.“ gegründet, der den Wettbewerb trägt und am Lehrstuhl für Schulpädagogik und Schulentwicklung der Universität Jena (Prof. Dr. Peter Fauser) eine Geschäftsstelle eingerichtet hat. 

Der Wettbewerb Demokratisch Handeln will demokratische Haltung und demokratische Kultur im gelebten Alltag von Schule und Jugendarbeit stärken. In der Begegnung mit Anderen sollen Fragen und Probleme sichtbar und ein Korridor zur politischen Verantwortung geöffnet werden. Handeln und Lernen sollen sich verbinden. Es geht um die Anerkennung herausragender Leistungen für die Demokratie und das Gemeinwesen und um die Förderung von „demokratischer Handlungskompetenz“ und „kritischer Loyalität“ bei Schülerinnen und Schülern, aber auch Lehrerinnen und Lehrern.

(aus http://demokratisch-handeln.de/wettbewerb/pdf/KDS_wettbewerb.pdf)


Teilnahme 2014

Die Teilnahme am Wettbewerb

Die AG hat sich für die Lernstatt in Jena auch dieses Jahr wieder beworben. Der Beitrag "Was uns bewegt - BATWA die vergessenen des Waldes" wurde der Kategorie "Welt und Umwelt" zugeordnet. Hier erhalten Sie einen kurzen Überblick über dieses Themengebiet und eine Kurzbeschreibung des Projektes:

Welt und Umwelt:

In diesem Themenkreis ging es um "Die eine Welt" im Sinne der Unteilbarkeit unserer natürlichen Lebensgrundlagen und in Blick auf das Entwicklungsgefälle zwischen Norden und Süden unserer Erde: Vorgestellt werden hierbei aktuell unter anderem Projekte, die bei praktischer Entwicklungshilfe nach dem Motto "Hilfe zur Selbsthilfe" unterstützend mitwirkten und zugleich interkulturelles Lernen ermöglichten. Erziehung zu Toleranz, Verständnis und Akzeptanz anderen Menschen und Kulturen gegenüber war dabei das verbindende Ziel. Das große Thema hierbei gab die politische Heraus- forderung der globalen Gerechtigkeits- und Verteilungsfragen. Zugleich wurden grundlegende Fragen der Zukunftsentwicklung zum Lernanlass: Der verantwortungsvolle Umgang mit globalem und gerechten Handel sowie der ökologische Ausgleich von Interessen in der Kommunalentwicklung stehen für ein bedeutsames werdendes Lern- und Handlungsfeld für Demokratie in der Schule.

Das Projekt der AG:

Was uns bewegt - BATWAS, die Vergessenen des Waldes

Die Schülerinnen und Schüler der "Ruanda AG" des Gymnasiums Kusel planen und verwirklichen bereits ihre zweite Studienfahrt nach Ruanda. Im Verlauf der Reise besuchen sie einen afrikanischen Volksstamm, die Batwa, sowie das Buschhospital Busogo und treten in Austausch mit der Partner- schule in Musanze. Durch rege Öffentlichkeitsarbeit und verschiedene Spendenaktionen informieren sie und machen auf das Projekt und dessen Ziele aufmerksam.

(Beides aus: http://www.demokratisch-handeln.de/archiv/lernstatt/2014/pdf/Ausstellungsheft_2014_INHALT.pdf Seite 14 und Seite 15)

Das Projekt

Was uns bewegt – BATWAS, die Vergessenen des Waldes

Das Ergebnis

Die "Ruanda-AG" steht in der zweiten Generation im Austausch mit verschieden Partnern in Ruanda. Die Schülerinnen und Schüler sammeln persönliche Erfahrungen bei einer gemeinsamen Reise in das Partnerland. Dank ihrer Vielzahl an kreativen Aktionen haben sie neben Geld- und Sachspenden, einen selbst gedrehten Aufklärungsfilm als Gastgeschenk im Gepäck. Darüber hinaus haben sie es sich zur Aufgabe gemacht in Deutschland, auch außerhalb des Schulumfeldes, über die Lebensumstände der Bevölkerung zu informieren und zu sensibilisieren.

Was wurde getan?

Die Schülerinnen und Schüler der "Ruanda AG" des Gymnasiums Kusel planen eine zweite Studienreise nach Ruanda. Im Fokus der Reise stehen ein Besuch bei den Bergpygmäen, den Batwa, sowie die Besichtigung des Buschhospitals Busogo und der Austausch mit den Schülern der Partnerschule in Musanze unter dem Motto "Was uns bewegt". Die Jugendlichen sammeln mit vielseitigen Aktionen Spenden für das ursprünglich im Jahr 2012 entstandene Baumpflanzungsprojekt "Ein Herz für einen Baum in Ruanda".

Sie bereiten sich auch inhaltlich auf die kommende Studienreise vor. Es werden Unterschiede und Gemeinsamkeiten beider Gesellschaften in den Bereichen Schulsystem, Freizeitgestaltung, Familienleben und sexueller Aufklärung diskutiert. Für letzteres Thema drehen die Beteiligten gemeinsam mit einer Gynäkologin einen Aufklärungsfilm, der zukünftig in Schulen in Ruanda eingesetzt werden soll. In Ruanda selbst besuchen sie ein Buschhospital, für das sie im Vorfeld Sachspenden gesammelt haben. Sie treffen die Batwa und informieren sich vor Ort über das Leben und die Probleme dieses Volksstammes. Nach ihrer Reise veranstalten die Beteiligten weitere Spendenaktionen, u.a. einen Spendenlauf, um die Batwa finanziell zu unterstützen. Sie besuchen Ausstellungen und organisieren Präsentationsabende, um über die Bergpygmäen zu informieren. Durch ihre rege Öffentlichkeitsarbeit machen sie auf das Projekt und dessen Ziele aufmerksam. Mit ihrem hohen Maß an Eigeninitiative und Engagement verdeutlichen sie, mit wie viel Engagement sie an dem Projekt arbeiten. Die Vielzahl der gewonnen Partner und Unterstützer des Projektes sowie die Resonanz der Medien bestätigen die Jugendlichenzusätzlich.

Was war daran bemerkenswert?

  • Die Teilnehmer organisieren Spendenaktionen, eine Reise in das Partnerland und Präsentationsabende. Sie festigen ihre kommunikativen und organisatorischen Fähigkeiten. Auch die Kooperations- und Konfliktfähigkeit der Beteiligten wird gestärkt.
  • Der AG gelingt es, eine Vielzahl an Unterstützern und Partnern für ihr Anlegen zu gewinnen. So haben die Beteiligten die Möglichkeit ihre Wirkung gegenüber anderen zu erfahren und lernen Kontakte aufzubauen sowie zu pflegen.
  • Durch viel Eigeninitiative können die Jugendlichen in das afrikanische Land reisen und sich so praktisch vor Ort ein Bild über die Lebensumstände machen.
  • Die Beteiligten übernehmen Verantwortung für sich und andere. Sie unterstützen den Volksstamm der Batwa und stärken die globalisierte Gemeinschaft. 

Die Fahrt nach Jena

Zwei Schüler der AG waren zusammen mit Herrn Ruth vom 24.6.2014 bis zum 27.6. nach Jena zur Universität gefahren.

Hier hatten sie die Möglichkeit sich zu präsentieren, das Projekt vorzustellen und Informationen von anderen Teilnehmern zu sammeln.

Die Ausstellungstafel der AG
Die Gruppe zusammen mit Mitarbeitern von Demokratisch Handeln
Die Podiumsdiskussion bei der Veranstaltung
Präsentation der Arbeit in den Workshops
Übergabe der Urkunde
Die überreicht Urkunde

Teilnahme 2013

Die Teilnahme am Wettbewerb

Die AG hat sich bei dem Wettbewerb mit dem Projektbeitrag
"Ein Herz für einen Baum in Ruanda"
beworben und wurde in das Förderprogramm aufgenommen.

Die Jury der Universität in Jena wird den Beitrag der Schule im Bereich Ökologie mit Fördermitteln unterstützen.

Darüber hinaus ist ein Abordnung von Schülern und Begleitern ins Fortbildungszentrum der Akademie für politische Bildung zur Lehranstalt nach Tutzingen eingeladen. Im Rahmen dieser Veranstaltung soll das Projekt den Teilnehmern, sowie der Öffentlichkeit präsentiert werden. Die Schüler beteiligen sich in einzelnen Workshops und werden dabei auch mit Politikern ins Gespräch kommen.

Die Veranstaltung geht über drei Tage. Unter allen Workshops werden im Auditorium der Akademie der Hildegard–Hamm-Brücher–Preis für Demokratie sowie Urkunden für die erfolgreiche Teilnahme an der Lernstatt Demokratie verliehen.

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Fahrt nach Tutzing

Dieses Projekt "Demokratisch Handeln" nehmen wir als Anlass noch einmal kurz unsere Fahrt auf dem vergangenen Jahr zusammenzufassen. Hier kommen Sie zu einem Bericht über die Fahrt und die Aktivitäten der AG in den vergangenen Jahren.

In Tutzig hat ein Teil der AG unser Projekt dann vorstellen und an vielen Informationsveranstaltungen teilgenommen.

Einen Bericht zu der sehr informativen Fahrt erhalten Sie hier.

Dort bekam die AG auch eine Urkunde überreicht.

Die verliehene Urkunde

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