30.01.2019
Kategorie: Startseite, Presseschau, Informatik
Von: eingestellt von S. Jaqui

Informatik-Asse des Gymnasiums sahnen ab


Kusel: Überdurchschnittlich gutes Abschneiden bei bundesweitem Wettbewerb „Informatik-Biber“ – Landesweit drittgrößte Teilnehmerzahl

Von Daniel Bonenberger

„Ich war sehr überrascht, ich dachte, ich hätte mich bei den Ergebnissen verlesen“, berichtet die Informatiklehrerin des Siebenpfeiffer-Gymnasiums, Melanie Cattarius. Sie hat den bundesweiten Wettbewerb „Informatik-Biber“ an der Schule koordiniert. Zehn erste und neun zweite Preise haben die Schüler aus Kusel gewonnen.

„So gut hat unsere Schule noch nie abgeschnitten“, betont Cattarius erfreut. Zum zwölften Mal wurde dieser deutschlandweit größte Informatikwettbewerb ausgetragen, bei dem knapp 375.000 Schüler aller Schularten mitgemacht haben. Alleine vom Kuseler Gymnasium waren 623 dabei. Das sei landesweit die drittgrößte Teilnehmerzahl gewesen, berichtet Cattarius stolz. Ziel des Wettbewerbes sei es, das allgemeine Interesse für das Fach Informatik und die sogenannten Mint-Fächer zu wecken.Der Wettbewerb habe nach kurzer Vorbereitungszeit bereits im November vergangenen Jahres stattgefunden. „Wir haben verschiedene Altersstufen, die jeweils rund 40 Aufgaben am PC bekommen, die unterschiedlich anspruchsvoll sind. Je älter, desto schwerer“, erläutert Cattarius. Der Wettbewerb ziele vor allem auf das logische Denken ab, er sei sehr kreativ. Es sei vor allem ein Motivationswettbewerb und beschäftige sich nicht nur mit reiner Informatiktheorie. „Man muss nicht unbedingt ein Computergenie sein, um daran teilzunehmen, obwohl sich einiges um Mathematik dreht.“

Eine der Multiple-Choice-Aufgaben sei beispielsweise gewesen, herauszufinden, wo ein Biber in einem gegebenen U-Bahnnetz einsteigen müsse, um an einer gewissen Station anzukommen, wenn er nur einmal umsteigen dürfe, berichtet die Informatiklehrerin. Eine weitere Aufgabe fragte nach dem richtigen Baumonat für einen Biberdamm unter Berücksichtigung der Regen-, Schnee-, und Hagelniederschläge der vergangenen 20 Jahre. „In den höheren Klassenstufen wird es dann natürlich aber auch anspruchsvoller, da kamen auch Aufgaben aus den Bereichen Programmieren, Binärcodierung und Kryptographie ins Spiel“, erklärt die Lehrerin.

Ihr liege die Teilnahme an solchen Projekten sehr am Herzen, meint sie, da damit das Interesse an den Mint-Fächern und der Informatik spielerisch und mit Spaß geweckt werden könne. Das Gymnasium sei mit vier Informatikfachkräften gut aufgestellt, nicht jede Schule verfüge über solche Kapazitäten. „Mir ist es auch sehr wichtig, gerade die Mädchen zu motivieren und ihnen die Informatik näherzubringen, da Frauen in diesen Berufszweigen immer noch unterrepräsentiert sind“, sagt Cattarius.

Dabei stünden Mädchen in ihren Fähigkeiten im IT-Bereich den Jungen in nichts nach. Sie hoffe, als Frau auch Vorbild für die Mädchen in ihren Klassen zu sein: „Natürlich will ich aber, dass es den Jungen und Mädchen gleichermaßen Spaß macht.“ In einem sei sie sich auf alle Fälle sicher: Die Teilnahme am Wettbewerb sei bei den meisten Schülern sehr gut angekommen. „Von dem guten Abschneiden waren die Gewinner dann aber doch etwas überrumpelt und konnten es erst einmal gar nicht glauben, als ich ihnen erzählt habe, wie gut sie eigentlich waren“, erinnert sich die Lehrerin.

Kleine Preise hat es für die Sieger dann auch noch gegeben: Die Erstplatzierten in der Unterstufe haben eine Tasche mit Biberlogo, in allen anderen Altersstufen eine Powerbank bekommen. Die Zweitplatzierten bekamen einen Holzstift mit Biberlogo.

Bleibt für Cattarius nur die Frage, ob es überhaupt möglich sein wird, das überdurchschnittlich gute Ergebnis beim kommenden Wettbewerb zu wiederholen oder gar zu toppen.
Die Gewinner

 - Erste Plätze: Liel Sophie Eckfelder (6c), Maximilian Decker und Adrian Bayer (Team, 9a), Fabian Diehl (MSS 12), Pascal Horbach (MSS 12), Michael Irsinger (MSS 12), Johannes Klein (MSS 12), Malena Lange (MSS 12), Paul Ohler (MSS 12), Paula Sitter (MSS 12) und Philipp Neukirch (MSS 13) - Zweite Plätze: Benno Wittke und Malte Theiß (Team, 5c), Mia Baus (6c), Malina Schneider (6c), Luis Wittke (7b), Lara Schneider und Marie Bernd (Team, 8b), Julian Mosig von Aehrenfeld (10d), Noah Schneider (MSS 12), David Simon (MSS 12) und Lukas Sitzius (MSS 13)

(veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung der Rheinpfalz)

Quelle

Ausgabe Die Rheinpfalz Westricher Rundschau - Nr. 25
Datum Mittwoch, den 30. Januar 2019
Seite 15