Orientierungsstufe


Die Realschule plus in Kusel und das Gymnasium in Kusel sind durch eine gemeinsame schulartübergreifende Orientierungsstufe verbunden. Der Unterricht findet für alle Kinder der Orientierungsstufe in den Räumen des Gymnasiums Kusel statt.

Die gemeinsame Orientierungsstufe umfasst die Klassen 5 und 6. Zwischen diesen beiden Schuljahren findet keine Versetzung statt. Im Verlauf der Orientierungsstufe sollen Eltern und Kinder Sicherheit darin gewinnen, in welcher Schulart die Schullaufbahn in der Sekundarstufe I (ab Klasse 7) fortgesetzt werden sollte. In diesen beiden Jahren werden die  Kinder ihren Begabungen entsprechend gefördert und gefordert.

Ein wichtiges Element der Orientierungsstufe ist unser Ganztagsangebot.


Organisation der Orientierungsstufe

Die Klassenmesszahl liegt bei 25 Schüler/innen. Die 5. Klassen haben 30 Wochenstunden Unterricht (Bläserklasse 31).
Die Schülerinnen und Schüler werden von Lehrern und Lehrerinnen beider Schularten unterrichtet. Dadurch kann in den Klassen besser differenziert werden, und es bieten sich spezifische Förder- und Fordermöglichkeiten, die den Fähigkeiten der Kinder angepasst sind.
In jeder 5. Klasse gibt es zwei Klassenleiter/innen (je ein Lehrer/eine Lehrerin des Gymnasiums und der Realschule plus).

Möglicher Stundenplan:

 

Montag

Dienstag

Mittwoch

Donnerstag

Freitag

1. Stunde

Deutsch

Englisch

Religion

Deutsch

Englisch

2. Stunde

Deutsch

Englisch

Erdkunde

Deutsch

Englisch

3. Stunde

Sport

Klassenleiter

Mathe

Englisch

NaWi

4. Stunde

Sport

Musik

Erdkunde

NaWi

Musik

5. Stunde

NaWi

Religion

Kunst

Mathe

Mathe

6. Stunde

NaWi

Deutsch

Kunst

Mathe

IT


Wie erleichtern wir den Kindern den Übergang?

Die Eingewöhnung der Kinder in ihre neue Schule und in die Klassengemeinschaft besitzt bei uns einen hohen Stellenwert. Die „Kennenlerntage“ zu Beginn des Schuljahres und die „GOS-Broschüre“ erleichtern  den Schülerinnen und Schülern den Übergang von der Grundschule in die Orientierungsstufe. An diesen Tagen werden die Kinder nur von ihren Klassenleiterinnen und Klassenleitern betreut.
Die wöchentlichen Klassenleiterstunden dienen dazu, die Klassengemeinschaft zu stärken, gemeinsame Aktivitäten vorzubereiten und Probleme zu besprechen.
Vor den Herbstferien findet für die 5. Klassen eine dreitägige Integrationsfahrt statt. Ziele sind zum Beispiel die Jugendherbergen in Tholey, Dreisbach und Hermeskeil.
Klassenpaten aus den 9. und 10. Klassen helfen den Kindern ebenfalls, sich schnell an die neue Umgebung zu gewöhnen und sich zurechtzufinden.

 


Welche pädagogischen Schwerpunkte gibt es neben der Unterrichtsarbeit?

Neben einzelnen Klassenprojekten gibt es ein Angebot, das in allen Klassen umgesetzt wird.

  • Wichtige Schwerpunkte der Klassenleiterstunden sind das Methodentraining und die Durchführung sozial-integrativer Übungen (z. B. PROPP = Programm zur Primärprävention). Ziel dieser Übungen ist die Stärkung des Selbstwertgefühls und der Sozialkompetenz.

  • Von großer Bedeutung ist die Leseförderung mit Klassenprojekten zu Kinder- und Jugendbüchern.

  • Im Bereich der Gesundheitsprävention veranstalten wir mit den 5. Klassen ein Projekt zum gesunden Schulfrühstück.

  • Eine gemeinsame Theaterfahrt soll die Kinder in die Welt des Theaters einführen und ein Gegengewicht zur  Reizüberflutung durch die digitalen Medien darstellen.

 


Förderangebot für Schülerinnen und Schüler der Orientierungsstufe

Von Montag bis Freitag erhalten die Kinder bei Bedarf in der 7. Stunde Unterstützung im Lernbüro. Fachlehrerinnen und -lehrer bieten in den Hauptfächern Deutsch, Englisch und Mathematik Fördermaßnahmen an. Die Teilnahme an diesen Förderstunden kann individuell, je nach Lernbedarf gestaltet, werden.


Besondere Angebote

  • In den Klassen 5 und 6 bieten wir das Projekt „Bläserklasse“ an.

  • Ein besonderes Angebot ist das Fach IT (Informationstechnik), in dem die Kinder Grundkenntnisse im Umgang mit dem Computer erwerben.

  • Mensa: In unserer neuen Mensa können die Kinder ein warmes Mittagessen zum Preis von 3,00 € zu sich nehmen.

  • Ganztagsangebot: An vier Tagen in der Woche (Montag bis Donnerstag) bietet die Schule für die GOS Ganztagsunterricht bis 16.00 Uhr an.

  • Zahlreiche Arbeitsgemeinschaften im musischen und sportlichen Bereich, aber auch im mathematisch-naturwissenschaftlichen, sprachlichen und medientechnischen Bereich.

 


Was ändert sich in Klassenstufe 6?

Die neue Stundentafel für weiterführende Schulen sieht in der Klassenstufe 6 die Einführung des 4-stündigen Wahlpflichtfachs vor. In unserer Schule gibt es die folgenden Möglichkeiten:

  • Kinder mit Englisch als 1. Fremdsprache können wählen:

    • entweder Französisch oder Latein als 2. Fremdsprache
    • oder die Kombination der Fächer Technik und Naturwissenschaften (TuN), Hauswirtschaft und Sozialwesen (HuS), Wirtschaft und Verwaltung (WuV) und Informationstechnik (Computer).


    Für den Besuch des Gymnasiums ab Klasse 7 sind zwei Fremdsprachen verpflichtend.

 


Der Übergang in die 7. Klasse

Am Ende der 6. Klasse finden Beratungs- und Zeugniskonferenzen statt, in denen für jedes Kind eine individuelle Empfehlung für die weitere Schullaufbahn ausgesprochen wird. Damit ist die Orientierungsphase in der Schule beendet.

Laut § 22,1 der Schulordnung entscheidet die Schule im Benehmen mit dem Schulelternbeirat über die Empfehlungsmaßstäbe am Ende der 6. Klasse. Diese geben wir Ihnen hiermit bekannt.
Das Lernverhalten und die Leistungen unter besonderer Berücksichtigung der Entwicklung der Schülerin oder des Schülers bilden die Grundlage der Schullaufbahnentscheidung.

  • Die Empfehlung zum Besuch des Gymnasiums wird in der Regel gegeben, wenn die Lehrer sich sehr sicher sind, dass das Kind am Gymnasium erfolgreich sein wird. Ein Kriterium dafür ist der Schnitt in den Hauptfächern von 2,7 und in den Nebenfächern von mindestens 2,4. Die Empfehlung wird aber nicht automatisch gegeben, sondern die Gesamtsituation und die Prognose entscheiden.

  • Wer die Gymnasialempfehlung nicht bekommt, kann trotzdem die Klasse 7 auf dem Gymnasium besuchen, wenn keine Fünf und nicht mehr als zwei Vieren im Zeugnis sind. Der Besuch des Gymnasiums ist in diesem Fall auch ohne Empfehlung und ohne Hürden möglich.

  • Möchten versetzte Schülerinnen und Schüler ohne entsprechende Empfehlung das Gymnasium besuchen, müssen sie eine Prüfung ablegen,

    - bei 1 x  „mangelhaft“ oder schlechter in D, M, E, Rel, Ek, NaWi
    - bei 3 x „ausreichend“ ,  davon zwei in D, M, E und eine in einem weiteren Fach
    - bei 4 x „ausreichend“ ,  davon eine in D, M, E und drei in einem weiteren Fach
  • anstelle der Prüfung kann auf Antrag der Unterricht im Jahrgang 7 zur Probe besucht werden. Nach mindestens sechs Wochen und höchstens einem Schulhalbjahr muss die Klassenkonferenz verbindlich entscheiden, ob die Fortsetzung der Schullaufbahn am Gymnasium sinnvoll ist.
  • Die Einzelheiten stehen im §22 der Schulordnung