04.07.2017
Kategorie: Erdkunde, Startseite
Von: Sandra Wagner/eingestellt von S. Jaqui

Wer hat an der Uhr gedreht ...?


Diese Frage könnte man sich stellen, wenn man im Erdkundesaal (232) an die Wand schaut. Dort ticken seit neuestem neben der alten grauen Uhr, sieben schwarze Wanduhren, von denen jede eine andere Uhrzeit anzeigt.

Dargestellt werden hier unterschiedliche Zeitzonen der Erde. So erkennt man neben der Uhrzeit von Kusel, wie spät es zur gleichen Zeit in San Francisco, New York, London, Kapstadt, Moskau, Tokio und Sydney ist.

„Wie unterscheiden sich die einzelnen Zeitzonen?

Wie wir alle wissen, existieren insgesamt 24 Zeitzonen auf der Erde. Wenn es in Kusel also 12:00 Uhr mittags ist, ist es in New York 06:00 Uhr morgens und 18.00 Uhr abends in Tokio. Reist man in Richtung Westen, werden Stunden abgezogen, in östliche Richtung addiert man Stunden dazu.

Doch warum braucht man eigentlich einen Zeitzonenplan?

Früher, zu Kaiser Wilhelms Zeiten, hatte jede Stadt ihre eigene Zeit – die Ortszeit. Das bedeutet, dass jeder Ort seine eigene Mittagspause hatte: Diese begann, wenn die Sonne im Zenit stand, also den höchsten Punkt erreichte. Somit war beispielsweise zwölf Uhr mittags in Berlin einige Minuten früher als in Hamburg. Vor ungefähr 200 Jahren kam es dann weltweit zu einer enormen Erweiterung des Eisenbahn- und Telegraphennetzes. Diese verursachte vor allem in der Wirtschaft, dem Handel, dem Verkehr und den internationalen Nachrichtentransfer bedeutende Veränderungen – es war der Beginn des Zeitalters der Globalisierung. Dieser Wandel verursachte am Anfang jede Menge Chaos, denn an jedem Bahnhof standen unterschiedliche Uhrzeiten und die entsprechenden Abfahrtszeiten mussten berechnet werden. Um nicht für jede Stadt eine Uhr dabei haben zu müssen, wurde schließlich ein einheitliches Weltzeitsystem eingeführt.“

(Quelle: mint.studieren-mit-meerwert.de/2014/08/zeitzonen-und-zeitverschiebung/ Abruf: 4.7.2017)

Ein herzliches Dankeschön geht an den Förderverein des Siebenpfeiffer-Gymnasiums für die Finanzierung der Uhren und an das Hausmeisterteam für die Installation!