12.05.2017
Kategorie: Anti-Rassismus-AG, Presseschau, Startseite
Von: eingestellt von S. Jaqui

Rote Hände gegen Kindersoldaten


KUSEL: Anti-Rassismus-AG des Siebenpfeiffer-Gymnasiums beteiligt sich an weltweiter Aktion

Von Tim Altschuck

Immer noch werden in Krisengebieten Kindersoldaten eingesetzt. Die Anti-Rassismus-AG des Siebenpfeiffer-Gymnasiums in Kusel hat dagegen ein Zeichen gesetzt: Mit roten Händen aus Karton, auf die Botschaften gegen den Einsatz von Kindersoldaten geschrieben wurden, sowie mit einer Unterschriftenliste beteiligten sich die AG und die Schulgemeinschaft am „Red Hand Day“.

„Es ist wichtig, ein Zeichen gegen Kindersoldaten zu setzen. Denn Kinder sollten nicht in den Krieg ziehen müssen“, findet Seraphina Jaqui. Die Zehntklässlerin ist Mitglied in der Anti-Rassismus-AG. Es sei nicht nur darum gegangen, auf das Thema „Kindersoldaten“ aufmerksam zu machen. „Sinn und Zweck davon ist es, dass zum einen auf politischer Ebene darüber gesprochen wird, zum anderen aber auch die jüngeren Schüler mit einzubeziehen“, erklärt Lehrerin Rebecca Ventulett. Gemeinsam mit Christina Graf und Benedikt Neuberger leitet sie die Anti-Rassismus-AG. Dort engagieren sich hauptsächlich Schüler von der neunten Klasse bis zur Oberstufe.Im Rahmen dieser Aktion habe die AG zum Beispiel einen Thementag im Foyer veranstaltet, in dem Filme über Kindersoldaten gezeigt wurden. „Die Idee kam ursprünglich von einer Schülerin, die selbst bei Unicef engagiert ist“, erzählt Ventulett. Unicef ist eine von vielen unterstützenden Organisationen bei dieser Aktion.

Für den „Red Hand Day“ haben die Paten der Unterstufenklassen gemeinsam mit den Schülern die roten Hände gebastelt und mit Appellen und Wünschen beschriftet. Außerdem wurde eine Unterschriftenliste gegen Kindersoldaten an der Schule herumgegeben. „Wir wollten diese Aktion nicht nur für die AG, sondern die ganze Schule mit einbeziehen“, betont die Lehrerin.

Viele Mitglieder der Anti-Rassismus-AG sehen dies genauso: „Die Reaktion der Jüngeren war schön und es war beeindruckend, wie sie hier mitgemacht haben“, findet Lea Mathias. „Wichtig ist, dass die Kinder hier auch sehen, wie gut es ihnen geht und dass sie in Frieden leben können“, ergänzt Annika Dick. Die roten Hände wurden bereits vor den Osterferien dem Landtagsabgeordneten Sven Teuber mit dem Wunsch mitgegeben, dieses Anliegen in Mainz zu diskutieren.

(veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung der Rheinpfalz)

Quelle

Ausgabe Die Rheinpfalz - Westricher Rundschau - Nr. 108
Datum Mittwoch, den 10. Mai 2017
Seite 17