30.01.2020
Kategorie: Religion und Ethik, Startseite, Siebenpfeiffer-Tage
Von: Ulrich Reh/eingestellt von S. Jaqui

9. Klassen am 2. Siebenpfeiffer-Tag: „Sich erinnern“ – Zum Gedenken an die Befreiung von Auschwitz vor 75 Jahren


Viele Veranstaltungen und Dokumentationen erinnern in diesen Tagen an die Befreiung von Auschwitz vor 75 Jahren. Sie verdeutlichen das menschenverachtende System des Nationalsozialismus und ermutigen zu engagiertem Einsatz für ein tolerantes und demokratisches Miteinander in Staat und Gesellschaft.

Das Siebenpfeiffer-Gymnasium Kusel weiß sich seit der Verlegung der ersten Stolpersteine vor über 10 Jahren verpflichtet diese Erinnerung wach zu halten. So wurde, wie es bereits an der Schule eine gute Tradition geworden ist, auch am diesjährigen 27. Januar der Opfer in der Kreisstadt gedacht. Die 9. Jahrgangsstufe befasste sich intensiv mit der Geschichte jüdischer Mitbürger*innen wie auch weiterer Opfer der Schreckensherrschaft des Dritten Reiches. In einem eröffnenden Impuls wurde auf das Geschehen des 27. Januar 1945 eingegangen und aufgezeigt, wie ambivalent mit diesem Geschehen heute umgegangen wird.

Zwei Vorträge, gehalten durch Herrn Gerlach (KL) und Herrn Berndt (KUS), vertieften die Bedeutung von Auschwitz und die damit verbundenen Konsequenzen für Juden Europas und jüdische Bürger*innen vor Ort. Exemplarisch tauchten die Schüler*innen in die Lebens-geschichte Paula Bermanns ein. Die Jugendlichen erarbeiteten Hintergründe über die Stolpersteine und die Familien, die Opfer in Kusel waren. Beim abschließenden Rundgang zu allen Stolpersteinen gaben die Schüler*innen ihren Gleichaltrigen kurze Informationen zu den einzelnen Familien.

Mit diesem Engagement setzt sich das Siebenpfeiffer -Gymnasium entsprechend seiner Auszeichnung „Schule gegen Rassismus – Schule mit Courage“ alljährlich zum Jahrestag der Befreiung von Auschwitz für Frieden und Toleranz ein.