11.12.2019
Kategorie: Startseite, Fahrtenberichte, Religion und Ethik
Von: U. Reh; B. Theiß/eingestellt von S. Jaqui

Gedenkstättenfahrt 25. – 28.11.2019


Dem Siebenpfeiffer-Gymnasium Kusel ist es als „Schule gegen Rassismus – Schule mit Courage“ ein wichtiges Anliegen, sich für Toleranz einzusetzen. Die Gedenkstättenfahrten, die in Kooperation mit der Ev. Jugendzentrale Kusel und dem Landesjugendpfarramt Kaiserslautern durchgeführt werden, sind daher ein fester Bestandteil des schulischen Fahrtenkonzeptes.

Vom 25. – 28. November fuhren die Schüler*innen der Klassen 10a und 10b unter Begleitung von Frau Theiß, Herrn Reh und Frau Seibert (Ev. Jugendzentrale Kusel) nach Nürnberg, München und Dachau. Ein dichtes Programm vermittelte den Jugendlichen vertiefende Einblicke in die Geschichte des Nationalsozialismus und seine Ideologie. Nürnberg als erster Schwerpunkt beleuchtete die Bedeutung der Reichsparteitage; in München als zweitem Ort wurden die Stätten der „ersten Bewegung“ und des Widerstandes (Weiße Rose, Walter Klingenbeck) aufgesucht. Der dritte und vierte Tag vermittelten das Grauen des National-sozialismus beim Besuch des Konzentrationslagers Dachau und zweier Außenstellen.

Die Fahrt wurde bereits in der 9. Klasse wie auch der 10. Klasse in Religion und Geschichte vorbereitet. Wichtig ist es, den Jugendlichen auf der Fahrt neben einem Rückblick in die Geschichte die Augen zu öffnen, wo in der Gegenwart menschenverachtende und menschenunwürdige Gruppierungen und Regierungen in Europa und der Welt an Kraft gewinnen. Mehrere Vorträge machten dies deutlich, um Schüler*innen gegen Unrecht und für ein demokratisches Miteinander zu sensibilisieren. Abendliche Aufarbeitungen ermöglichten das tagsüber Erlebte zu reflektieren und zu verarbeiten.

So formulierte ein/e Schüler/in: „Das KZ hinterließ einen Schrecken bei mir, da es unvorstellbar ist, dass ein Mensch einfach so einen weiteren töten kann und dazu auch noch ein System hat. Am Ende wurde mir klar, dass unser Leben heute sehr gut ist und wir in einer toleranten Zeit aufwachsen dürfen.“

U. Reh / B. Theiß