18.04.2019
Kategorie: Startseite, Presseschau
Von: eingestellt von S. Jaqui

Schüler im Live-Chat mit Forschungsschiff


Professor Dr. Michael Weber aus Glan-Münchweiler weilt derzeit in der Antarktis

Von Horst Cloß

 
Kusel.

Ein Live-Chat mit dem Leiter des Forschungsschiffes „Joides Resolution“ am Polarkreis, Professor Dr. Michael Weber, können Schülerinnen und Schüler wohl nur selten praktizieren. Und wohl nur deshalb, weil Michael Weber, heute leitender Forscher an Bord, seine Schulzeit am Kuseler Gymnasium absolviert hat, war das möglich. Einmal mehr ein Beweis, dass auch aus der „Provinz“ Persönlichkeiten ihren Weg in die „große Welt“ machen können (wie sein Bruder Axel, der Bundesbank-Präsident war). Und es spricht für die Schule.

Das Forschungsschiff „Joides Resolution“ arbeitet im internationalen Auftrag, wird in der Hauptsache von den USA und Japan (je ein Drittel der Gesamtkosten von ca. 25 Millionen Dollar pro Jahr) und weiteren Nationen, darunter auch Deutschland, finanziert. Auf dem momentan in der Antarktis befindlichen Schiff arbeiten ca. 120 Personen, davon sind 30 Wissenschaften und verschiedene Crews mit anderen Aufgaben. Per Live-Chat konnten rund 100 Schülerinnen und Schüler viel über die Arbeit an Bord des Schiffes erfahren. Das Team von Professor Dr. Michael Weber arbeitet auf der Expedition im Zwei-Schichtenbetrieb, jeweils 12 Stunden. Alle Funktionen sind doppelt besetzt, um den Schichtwechsel problemlos gestalten zu können. Die Wissenschaftler nehmen in erster Linie Kernbohrungen an Eisblöcken vor. Die Expedition besteht aus mehreren Stationen, die im Durchschnitt eine Woche dauern. Ihre Bohrproben schicken sie dann an das Lager in Bremen, wo die Auswertungen vorgenommen werden. Das Wissenschaftsprogramm läuft immer im Zehn-Jahres-Rhythmus. Für die laufende Expedition kann Professor Weber jetzt schon ein positives Fazit ziehen. Dr. Michael Weber und sein Mitarbeiter beantworteten im Rahmen des Live-Chats auch Fragen der Schülerinnen und Schüler, so z.B. welche Voraussetzungen man haben muss, um auf dem Schiff tätig zu werden oder welchen Gefahren das Team ausgesetzt ist. Auch wielange eine Bohrung dauert, wollte ein Schüler wissen.

(veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung des Wochenblattes)

 

Quelle

Ausgabe SÜWE - Wochenblatt Kusel - Nr. 62
Datum Donnerstag, den 18. April 2019
Seite 01