16.04.2019
Kategorie: Anti-Rassismus-AG, Startseite
Von: Joelle-Marie Jahn/eingestellt von S. Jaqui

„Wer ein Leben rettet, rettet die ganze Welt“ - Zu Besuch im Theater „Oskar Schindlers Liste“


Am 27.03.2019 bekamen die Schülerinnen und Schüler der Anti-Rassismus-AG die Möglichkeit, zusammen mit dem Jugendfonds Kusel das Theaterstück „Oskar Schindlers Liste“, das in der Fritz-Wunderlich-Halle aufgeführt wurde, zu besuchen.

Ein 12-köpfiges Ensemble in insgesamt 27 Rollen, darunter auch berühmte TV-Darsteller wie Stefan Bockelmann oder Armin Riahi, beeindruckten dabei mit viel Engagement sowie hohen schauspielerischen Leistungen.

Das Stück, das anlässlich des 110. Geburtstages von Oskar Schindler neu dramatisiert wurde, stellt dabei eindrucksvoll dar, wie es dem deutschen Unternehmer 1945 gelang, mehr als 1000 Juden vor dem sicheren Tod in den NS-Vernichtungslagern zu bewahren.

„Und plötzlich wird ein zunächst historisches Thema ganz gegenwärtig, indem die Zeitebenen verschmelzen und nur noch die ungeheure Menschlichkeit im Mittelpunkt steht“, so umschreibt Florian Battermann, der das Stück für die Bühne dramatisierte, die enorme Wirkung der Inszenierung, die insbesondere durch das Verbinden von Gegenwart und Vergangenheit erreicht werden konnte. So befindet sich der Zuschauer zunächst auf einem Dachboden der niedersächsichen Provinzstadt Hildesheim, auf dem 1999 zufällig der Koffer Oskar Schindlers und die darin enthaltenen Original-Listen entdeckt wurden. Es folgt eine Reise zurück in das Jahr 1939, zu den Anfängen Oskar Schindlers Karriere als Fabrikant und den darauffolgenden Ereignissen.

Schon im November besuchte Frau Professor Erika Rosenberg, eine enge Vertraute Emilie Schindlers, der Frau Oskars, unser Gymnasium, die mit viel Hingabe daran erinnerte, welch entscheidende Rolle auch Emilie Schindler bei der unvergesslichen Rettungsaktion spielte. Dank der Theateraufführung eröffneten sich dem Zuschauer nochmals zahlreiche neue Perspektiven: Persönlichkeiten, die für gewöhnlich im Schatten Oskar Schindlers stehen, wie etwa Abraham Bankier, der Manager der Krakauer Emailwarenfabrik, gerieten zum ersten Mal ins Licht der Öffentlichkeit.

Das Theaterstück und alle Mitwirkenden setzten somit ein bedeutendes Zeichen gegen das Vergessen.

Ein großer Dank geht ausdrücklich an den Jugendfonds Kusel des Bundesprogrammes „Demokratie leben“ und insbesondere an Frau Schnipp und Frau Seibert, die der Anti-Rassismus-AG den Theaterbesuch ermöglichten.